Roland Issen

Roland Issen, geboren am 7. Januar 1938 in Münster, wächst im zehn Kilometer entfernten Telgte auf. Nach der mittleren Reife macht er eine Ausbildung an der Handelsschule und wird danach Angestellter in einer Baustoffhandlung. In Abendkursen holt er sein Abitur nach und studiert schließlich als Stipendiat der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) an der gewerkschaftsnahen Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg (HWP). Seine Fächer sind Volkswirtschaft und Soziologie, er beendet sein Studium 1964 mit einem Diplom.

Sein politischer Werdegang:

1956: Eintritt in die DAG

1964 bis 1966: Hauptamtlicher Mitarbeiter in der zentralen DAG-Jugendausbildungsstätte in Naumburg bei Kassel

1966: Referent für Bildungs- und Berufspolitik beim Bundesvorstand der DAG in Hamburg

1967: Abteilungsleiter des Ressorts Wirtschaftspolitik beim DAG-Bundesvorstand

1969 bis 1975: Vorsitzender des Gesamtbetriebsrat der DAG

1978: Mitglied des DAG-Bundesvorstandes, verantwortlich für das Ressort Tarif- und Betriebspolitik

1978 bis 1991: Mitglied des SPD-Fraktion in die Hamburger Bürgerschaft

1983: Stellvertretender Bundesvorsitzender der DAG

1987: Vorsitzenden der DAG

Roland Issen leitete die Annäherung der DAG an den DGB ein. Mitte der 1990er Jahre vereinbart die DAG bilaterale Kooperationsabkommen mit verschiedenen Einzelgewerkschaften. 2001 fusioniert unter dem Vorsitz Issens die DAG dann mit vier DGB-Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Roland Issen tritt aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Im Juli 2007 wird er vom ZDF-Fernsehrat in den ZDF-Verwaltungsrat gewählt.

Nach den Angaben zum Projekt „Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität“ auf der Internetseite des Archivs der sozialen Demokratie.

 

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