Klaus Zwickel

Klaus Zwickel, geboren am 31. Mai 1939 in Heilbronn, absolviert eine Lehre als Werkzeugmacher und arbeitet danach in mehreren Betrieben in Heilbronn. Schon 1954 tritt er in die IG Metall und 1959 in die SPD ein. Von 1957 bis 1960 ist er Vertrauensmann und Beitragskassierer der IG Metall, von 1960 bis 1965 Betriebsratsvorsitzender.

Sein politischer Werdegang:

1957 bis 1966: Mitglied der IG Metall-Ortsverwaltung Heilbronn

1965 bis 1968: Organisationssekretär beim DGB-Kreis Heilbronn, Nebenstelle Neckarsulm

1968 bis 1984: 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Neckarsulm

1984 bis 1986: 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle Stuttgart

1986 bis 1989: Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der IG Metall, zuständig für den Bereich Tarifpolitik

1989 bis 1993: Zweiter Vorsitzender der IG Metall

1993 bis 2003: Erster Vorsitzender der IG Metall

Klaus Zwickel profiliert sich als sachkundiger Tarifexperte mit Verhandlungsgeschick. Zu seinen viel beachteten politischen Initiativen gehören die 1995 und 1998 angeregten Bündnisse für Arbeit, denen jedoch ein Erfolg versagt bleibt. Der erfolglose Streik für die Einführung der 35-Stunden-Woche in den Neuen Bundesländern überschattet seine Zeit als IG Metall-Vorsitzender ebenso wie die Querelen um die hohen Abfindungen für die Manager, die bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone gezahlt werden. Dies wird möglich, weil sich Klaus Zwickel im Aufsichtsrat der Stimme enthält. Als sich zudem der Richtungsstreit in der IG Metall zwischen „Traditionalisten“ und „Modernisierern“ zuspitzt, tritt er 2003, inzwischen eher als „Modernisierer“ geltend, vom Amt des Vorsitzenden zurück.

Nach den Angaben zum Projekt „Individuelle Erinnerung und gewerkschaftliche Identität“ auf der Internetseite der Friedrich-Ebert-Stiftung bzw. des Archivs der sozialen Demokratie (dort auch ein Video-Interview) sowie nach: Bestandsübersicht des Archivs der sozialen Demokratie, Bonn-Bad Godesberg 2006, S. 491; Artikel: Als Traditionalist trat Klaus Zwickel an. Als Modernisierer tritt er zurück. Eine andere Möglichkeit sah er nicht im Streit mit seinem Stellvertreter, in: Berliner Zeitung vom 22..7.2003 (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/16156030 ©2016).

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