Heinrich Schliestedt

Heinrich Schliestedt, geboren am 18. Januar 1883 in Hohnstedt, absolviert nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre zum Schlosser. Schon früh engagiert er sich im Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV).

Sein politischer Werdegang:

1910 bis 1919 Geschäftsführer des DMV in Remscheid, wo er zudem für die SPD Stadtverordneter war. Im selben Jahr wird er Mitglied des DMV-Hauptvorstandes.

1933 Mitglied der Illegalen Reichsleitung der Gewerkschaften. Zusammen mit Alwin Brandes, Max Urich, Richard Teichgräber baut er ein Kontaktnetz ehemaliger Funktionäre auf, um Informationen auszutauschen und mit Flugschriften über den Charakter des NS-Regimes aufzuklären.

1934 Flucht nach Komotau in der Tschechoslowakei; dort baut er mit Unterstützung des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) eine Auslandsleitung der deutschen Gewerkschaften (ADG) auf.

Heinrich Schliestedt kommt am 13. August 1938 auf dem Weg zur III. Auslandskonferenz der ADGB bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Nach der Biographie auf der Internetseite der Gedenkstätte Deutscher Widerstand; ausführlich: Siegfried Mielke u. Stefan Heinz (Hrsg.) unter Mitarbeit von Marion Goers, Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes im NS-Staat. Widerstand und Verfolgung (= Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration. Band 1), Berlin 2012, S. 11-49.

Seite drucken Seite bei Facebook teilen Seite bei Twitter teilen