Hans Matthöfer

Hans Matthöfer, geboren am 25. September 1925 in Bochum, absolviert nach dem Besuch der Volksschule zunächst eine kaufmännische Lehre und ist dann von 1943 bis 1945 Soldat. Nach dem Krieg macht er die Dolmetscher-Prüfung für Englisch und beginnt 1948 ein Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Frankfurt/Main und Madison/Wisconsin, USA, das er 1953 als Diplom-Volkswirt beendet.

Sein politischer Werdegang:

1950 Eintritt er in die SPD

Bis 1957 Mitarbeiter in der Abteilung Wirtschaft beim Vorstand der IG Metall

1957 bis 1961 Gewerkschaftsattaché für die Organization for European Economic Cooperation (OEEC) in Washington, D.C. und Paris

1961 bis 1972 Leiter der Abteilung Bildung beim Vorstand der IG Metall

1961 bis 1987 Mitglied des Deutschen Bundestages

1973 bis 1984 Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Sein besonderes Engagement gilt den Arbeiterbewegungen in Spanien und in Lateinamerika und dem Thema „Humanisierung der Arbeitswelt“.

1974 bis 1978 Bundesminister für Forschung und Technologie

1978 bis 1982 Bundesminister der Finanzen sowie 1982 Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen. Als Finanzminister geht es ihm vor allem um die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, womit er in Konflikt zu Teilen der SPD gerät.

1985 bis 1987 Bundesschatzmeister der SPD

1987 bis 1997 Vorsitzender des Vorstandes der gewerkschaftlichen Vermögensholding (BGAG). Seine Hauptaufgabe ist es, die Gewerkschaftsbeteiligungen zu konsolidieren, die durch die Krise der Gemeinwirtschaft (Neue Heimat) schwer getroffen wurden.

Ab 1990 bemüht er sich erfolgreich um die Rückerstattung von Gewerkschaftseigentum in den Neuen Bundesländern.

Hans Matthöfer stirbt am 14. November 2009 in Berlin.

Nach Werner Abelshauser, Nach dem Wirtschaftswunder. Der Gewerkschafter, Politiker und Unternehmer Hans Matthöfer, Bonn 2009, auch: Helmut Schmidt u. Walter Hesselbach (Hrsg.), Kämpfer ohne Pathos: Festschrift für Hans Matthöfer, Bonn 1985.

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