Hans Gottfurcht

Hans Gottfurcht, geboren am 7. Februar 1896, arbeitet nach der Schulzeit zunächst als Textilarbeiter. Frühzeitig engagiert er sich in der SPD und in der Gewerkschaftsbewegung.

Sein politischer Werdegang:

1913: Eintritt in die SPD und den Zentralverband der Angestellten (ZdV)

1919: Hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär beim ZdV

1924 bis 1933: Gauleiter für Berlin und Nordostdeutschland des ZdA

1933 bis 1938: Hans Gottfurcht schlägt sich als Versicherungsagent durch, nutzt aber die ihm dadurch gebotene Möglichkeit zu unverdächtigen Reisen und Kontaktaufnahmen für den Aufbau einer illegalen Gewerkschaftsorganisation in Sachsen, Thüringen, Schlesien und Nordwestdeutschland.

1937: Vorübergehende Inhaftierung durch die Nazis

1938: Flucht nach London. Dort wird er Mitglied der Labour Party und der britischen Gewerkschaften. Außerdem wird er zum Vorsitzenden der Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Großbritannien gewählt, die er in der Union deutscher sozialistischer Organisationen in Großbritannien vertritt. Er beteiligt sich aktiv an den programmatischen Planungen für die Zeit nach dem Ende von NS-Diktatur und Krieg. Auch nach Ende des Krieges bleibt er zunächst in England.

1945 bis 1950: Verbindungsmann zwischen den britischen und den deutschen Gewerkschaften

1950: Leiter der Bildungsabteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes

1952 bis 1959: Stellvertretender Generalsekretär des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG)

1960/61 Gastdozent an der Akademie der Arbeit in Frankfurt/Main.

Hans Gottfurcht stirbt am 18. September 1982.

Nach den Angaben in: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.), Bestandsübersicht, S. 142; Gerhard Beier, Hans Gottfurcht. Arbeiterdiplomat aus der Angestelltenbewegung, in: ders., Schulter an Schulter, Schritt für Schritt. Lebensläufe deutscher Gewerkschafter, Köln 1983, S. 73-78; ausführlich: Ursula Bitzegeio, Über Partei- und Landesgrenzen hinaus. Hans Gottfurcht (1896-1982) und die gewerkschaftliche Organisation der Angestellten, Bonn 2009.

 

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