Adolf Schmidt

Adolf Schmidt wird am 18. April 1925 in Holzhausen bei Homberg als Sohn eines Schlossers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolviert er in Frielendorf von 1939 bis 1942 eine Lehre als Grubenschlosser. Danach wird er als U-Boot-Mechaniker eingezogen. Er gerät in Kriegsgefangenschaft, kehrt 1945 zurück nach Frielendorf und arbeitet wieder im dortigen Braunkohlenwerk.

Sein politischer Werdegang:

1947: Eintritt in die IG Bergbau und Wahl in den Betriebsrat

1949: Eintritt in die SPD

1950: Auf Vorschlag der Gewerkschaft: Studium an der Akademie der Arbeit in Frankfurt/M.

1951-52: Hauptamtlicher Sekretär für Jugendfragen in München

1952-54: Leiter der Geschäftsstelle im Breisgau

1954-63: Leiter der Geschäftsstelle in Gießen; 1960 wird die IG Bergbau in IG Bergbau  und Energie umbenannt

1965: Leitung des Bezirks Hessen-Rheinland-Pfalz und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der IG Bergbau und Energie

1969: Wahl zum Vorsitzenden der IG Bergbau und Energie. Er engagiert sich nicht nur für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bergbau, sondern insbesondere für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Kohle- und auch Kernkraftindustrie.

1971: Wahl zum Präsidenten des Internationalen Bergarbeiterverbandes; er hat dieses Amt bis 1984 inne.

1972-87: Mitglied des Deutschen Bundestages

1985: Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden der IG Bergbau und Energie

Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven gewerkschaftlichen und politischen Tätigkeit erhält Adolf Schmidt zahlreiche Auszeichnungen. Er stirbt er am 26. November 2013 in Bochum. Nach ihm ist die Bildungsstätte der IG BCE in Haltern am See benannt.

Nach: Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949-2002, Bd. 2, München 2002, S. 752.

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